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1.2 Die Kathodenstrahlröhre
Die Kathodenstrahlröhre ist eine Hochvakuumröhre. Aus der geheizten
Kathode treten Elektronen aus, die zur Anode hin beschleunigt werden. Der
Wehneltzylinder steuert die Intensität des Elektronenstrahls. Er weist
gegenüber der Kathode ein negatives Potential auf, drängt also
einen Teil der Elektronen zurück. Die Hilfsanode (positives Potential,
aber deutlich unter dem der Anode) bündelt den Elektronenstrahl. Sie
bildet mit der Anode zusammen ein System, das dem einer optischen Sammellinse
ähnlich ist. Der Elektronenstrahl erzeugt auf dem Bildschirm einen
Leuchtfleck. Zum Scharfstellen des Leuchtflecks verändert man die
Spannung der Hilfsanode. Dadurch verändert man den Einfluß der
Elektronenoptik auf den Elektronenstrahl (vergleichbar mit dem Einstellen
der Schärfe bei einer Spiegelreflexkamera).
Abbildung: Elektronenstrahloszilloskop
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Der Bildschirm auf der Innenseite der Bildröhre enthält fluoreszierende
Bestandteile, die beim Auftreffen des Elektronenstrahls aufleuchten, und
phosphoreszierende Bestandteile, die ein Nachleuchten bewirken. Wir wissen
nun, wie eine Elektronenkanone im Prinzip funktioniert. Es handelt sich
aber zunächst nur um einen unbeweglichen Leuchtfleck in der Mitte
des Bildschirms. Um den Leuchtfleck an einer beliebigen Position erscheinen
zu lassen, benötigt man Ablenkplatten. Je eine für die Ablenkung
in y-Richtung und für die Ablenkung in x-Richtung.
Abbildung: Elektronenstrahloszilloskop
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Abbildung: Ablenkung eines Elektrons im elektrischen Feld
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In der Regel möchte man zeitabhängige Signale auf dem Oszilloskopbildschirm
darstellen. Bei unserem Oszilloskop müssen das periodische Signale
sein, da das Oszilloskop einen einmaligen Vorgang nicht speichern kann.
Das Bild wird bei uns also dadurch erzeugt, daß das gleiche periodische
Signal immer wieder dargestellt wird ( genauso wie bei einem Standbild
im Fernseher oder einem stehenden Monitorbild). Die x-Ablenkung ist dabei
die Zeitbasis, die y-Ablenkung stellt die momentane Amplitude des Signals
dar.
Abbildung: Zeitablenkung ohne y-Signal
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Aus der Überlagerung von x- und y-Ablenkung ergibt sich das Oszilloskopbild.
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Thorsten Ludwig
Lutz Leutelt
1999-02-15